Bilder Khari Gompa in Solokhumbu
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Herzlichen Dank allen Sponsoren! Mit Ihrer Hilfe konnten die sanitären Anlagen der Khari Gompa erneuert werden.
Briefe
Liebe Dakini-Paten und Sponsoren, gerne können Sie auch Ihre Briefe per Email an Sonam senden. Sie wird die Briefe ausdrucken und den Patenkindern zukommen lassen.
Hier die Kontaktadresse in Nepal von Sonam Tsomo: sonam.dikininet@gmail.com
Wenn Sie Sonam schreiben, senden Sie doch bitte auch eine Kopie der Mail an dakini-netzwerk@t-online.de, damit die Informationen rund laufen und das Dakini-Netzwerk seinen Teil dazu beitragen kann. Herzlichen Dank.
Sie können Ihre Briefe natürlich auch per Post verschicken. Hier die Postadresse von Sonam:
Tenzin Jangsem
c/o Sonam Tsomu
GPO Box # 817
Kopan Gonpa
Kathmandu
Nepal
Bilder der Indienreise 2011
Reisebericht von Dr. Eva Kuczewski-Anderson
Auf meiner Indienreise begleiteten mich Beate und Homaira aus Würzburg, zwei engagierte junge Frauen mit großem Interesse an der tibetischen Kultur und am interreligiösen Dialaog und Martin, unser Schatzmeister, der anschließend in beruflichen Belangen nach Buthan weiter reiste.
Wir starteten um 9:00 Uhr morgens in Delhi mit einem komfortablen Auto mit einem versierten und fürsorglichen Fahrer. Gegen Einbruch der Dunkelheit hatten wir die Autobahnstrecke hinter uns und begannen mit dem kurvigen Aufstieg, der sich bis Mitternacht hinzog. Thupten, der Bruder von Dagri Rinpoche, und seine Frau verköstigten uns mit leckeren Momos und Buttertee bevor wir todmüde in der Chinnar Lodge (beim Bagsu Hotel) in unsere Betten fielen. Wir waren insgesamt mehr als 30 Stunden unterwegs bis wir unser Ziel erreichten.
Am darauf folgenden Sonntag lud uns Dagri Rinpoche, ein hoher Würdenträger des tibetischen Buddhismus, zugleich aber auch ein herzensguter und inspirierender Lehrer und Vertrauter des Dalai Lama zum Lunch in einem gepflegten Hotel außerhalb Dharamsalas ein. Der heftige Monsunregen legte sich und wir konnten unser Essen auf der Terrasse mit wundervollem Blick auf das unendlich weite grüne Tal tief unter uns genießen. Ein gemeinsamer Verdauungsspaziergang durch den umliegenden tropischen Wald bildete einen vergnüglichen Ausklang des Nachmittags.
Am nächsten Morgen konnten wir unsere Ausweise für die Belehrungen des Dalai Lamas mit Pass und Fotos besorgen, den Tempel des Namgyal Klosters besuchen und schon Plätze für die nächsten Tage reservieren. Dies erwies sich als hilfreich, den der Andrang an Teilnehmern war enorm.
Ani Jangsem, die Oberin unseres Kopan Nunnery in Kathmandu, kam in Begleitung zweier Nonnen an und wir konnten ein fröhliches Wiedersehen feiern. In ihrem Gepäck hatte Ani Jangsem reichlich Post von den Patenkindern in Nepal, die ihre Schwägerin Sonam (unsere „Dakini“ in Kathmandu) für uns entgegen genommen hatte.
Am Nachmittag traf ich die Nichte von Khandrola, einer außergewöhnlichen Dharmalehrerin, die im Kloster des Dalai Lama lebt. – Leider war Khandrola gerade in Frankreich, um dort Belehrungen zu geben. – Ihr vierzehnjähriger Neffe Tenzin Tseten wurde von seiner Schwester mitgebracht. Er ist erst 4 Monate in Indien und hat wie die meisten Tibeter, die ihre Heimat aus religiösen und politischen Gründen verlassen, eine abenteuerliche Flucht hinter sich. Er ist im selben Haus wie seine Schwester im TCV (Tibetan Children Village) in Chauntra (eine Stunde Autofahrt von Dharamsala entfernt) untergebracht. Es wäre schön, wenn sich ein Pate für ihn fände, damit Khandrola diverse Extras wie Kleidung und spezielles Unterrichtsmaterial für ihn besorgen kann.
Die nächsten drei Tage verbrachten wir überwiegend im Namgyal Kloster (dem Kloster des Dalai Lamas), um mit etwa 5000 Menschen den Belehrungen des Dalai Lamas über liebende Güte und Geistesschulung zu lauschen. Die Zuhörer kamen aus der ganzen Welt und nicht alle waren Buddhisten. Der Dalai Lama nahm speziell auch auf diese Gruppe Bezug und ermutigte zur Entwicklung einer universellen, religionsübergreifenden Ethik und betonte seinen Standpunkt, es sei grundsätzlich besser, der eigenen spirituellen Tradition zu folgen (also nicht zu konvertieren). Das Ausschlaggebende seien ein gutes Herz und Wohlwollen sowie Verantwortungsbewusstsein gegenüber allen Wesen und gegenüber der Umwelt.
Zwischendurch trafen wir uns mit Tenzin Yangzom und ihrer Großfamilie aus Amdo. Tenzin und ihre Schwester Sonam litten die letzten drei Monate wieder stark unter Schwäche und Gelenkschmerzen. Der Monsun mit massiven Regengüssen und Kälte bekommt den beiden so gar nicht und ihre Unterkünfte bieten keinen ausreichenden Schutz. Die Mauern sind mit Feuchtigkeit gesättigt und Schimmelgeruch liegt in der Luft. Die Fenster sind zu klein, um für ausreichende Durchlüftung zu sorgen. Tenzins Mann Dorjee verlor seinen Arbeitsplatz, weil das Lokal geschlossen wurde, in dem er in der Küche half. Nun ist er wieder auf der Suche nach einer neuen Stelle. Der Kunstmaler-Bruder Wangchuk war aus Kathmandu angereist, um sich Papiere für den Aufenthalt in Nepal zu beschaffen. Er konnte Beate und Homaira ein wenig in die „Szene“ einführen. Das kam gut an.
Nach den Belehrungen wurde der kleine Neffe von Nyima Gyalpo (aus Pune) von seinen Pflegeeltern in unser Hotel gebracht. Seine Mutter, die Schwester von Nyima Gyalpo, war vor 5 Monaten plötzlich verstorben und hinterließ 5 kleine Kinder. Wir suchen einen Paten für dieses Baby, damit es ausreichend versorgt werden kann.
Der 3.September, der Tag der Demokratie, stand im Zeichen einer lautgewaltigen Feier im Namgyal-Kloster mit zahlreichen indischen Ehrengästen. Die traditionellen Tänze und Gesänge zum Auftakt der Veranstaltung beeindruckten mich sehr. Begeisterung, Lebensfreude und ein angemessener Stolz waren spürbar. Leider konnte ich danach weder die tibetischen noch die indischen Ansprachen verstehen und ich war froh, als ich mit Ani Jangsem nach Suja, einer Zweigstelle des TCV aufbrechen konnte. Nach guten zwei Stunden Fahrt bei strahlendem Sonnenschein erreichten wir unser Ziel. Wir wollten die 16- jährige Norbu besuchen, die vor wenigen Wochen mit ihrer Freundin aus Tingri (Ani Jangsems Heimat in Tibet) geflohen war, um in Indien ein Leben in Freiheit von dem Druck durch das chinesische Regime aufzubauen. Ani Jangsem brachte etwas Taschengeld und kleine Geschenke zum Essen und zum Anziehen mit und die Mädchen strahlten übers ganze Gesicht. Auf der Rückfahrt wurden wir von einem heftigen Monsunregenschauer heimgesucht und wieder einmal musste unser Fahrer sein Geschick unter Beweis stellen, mit Gelassenheit auf rutschigem Lehmboden mit Abbrüchen zwischendurch an steilen Abhängen entlang zu schlittern. Wir waren erleichtert, als wir heile wieder im Hotel ankamen.
Noch am selben Abend packten wir unsere Koffer, um am nächsten Tag am frühen Morgen das Auto zu beladen, uns von Dagri Rinpoche zu verabschieden und mit seinem Segen ohne Frühstück aufzubrechen, um abends nicht in den Verkehrsstau in Delhi stecken zu bleiben. Alles ging gut und wir waren vier Stunden vor unserem Abflug am neuen internationalen Airport, wo wir uns gemütlich verköstigen und einkaufen konnten. Es war eine sehr intensive Zeit mit vielen unvergesslichen Eindrücken, die damit zu Ende ging.
Kloster Lelung Sikkim
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